Im Jahr 2026 wird Barcelona zu einer internationalen Bühne für architektonisches Denken. Die Stadt ist Welthauptstadt der Architektur, eine Initiative der UNESCO und der Internationalen Architektenunion, die das ganze Jahr über ein umfangreiches Programm mit kulturellen Aktivitäten, Ausstellungen, Workshops und Begegnungen rund um Architektur und Stadt entfaltet.

Livingceramics | Lithotech beteiligt sich an diesem Programm mit einer Reihe von Aktivitäten, die in unserem Showroom in der katalanischen Hauptstadt stattfinden werden, einem Raum, den wir als Treffpunkt zwischen Architektur, Design und materiellem Denken verstehen.

Barcelona war historisch ein Ort, an dem Architektur, Kunst und zeitgenössisches Denken miteinander verflochten sind. Von unserem Showroom aus möchten wir bescheiden zu diesem kulturellen Ökosystem der Stadt beitragen, indem wir einen Raum für Experiment, Reflexion und Begegnung eröffnen. Die Teilnahme an dieser Initiative ist zudem eine Möglichkeit, unsere Verbindung zur Stadt und zur kreativen Gemeinschaft, die sie bewohnt, zu stärken.

Wo Form entsteht

Im Rahmen des offiziellen Programms der Architekturhauptstadt werden wir drei Aktivitäten ausrichten, die unter dem Konzept Wo Form entsteht. Ein Blick auf den Minimalismus durch japanische Handwerkskunst stehen. Es handelt sich um ein informatives und zugleich erfahrungsorientiertes Konzept, das dazu einlädt, die Verbindung zwischen architektonischem Denken und japanischer Handwerkskunst zu erkunden, ausgehend vom Minimalismus, der nicht nur als formale Sprache, sondern auch als Haltung gegenüber dem kreativen Prozess verstanden wird.

Die Reihe besteht aus zwei Workshops und einer Ausstellung, die untersuchen, wie aus minimalen Gesten und scheinbar einfachen Materialien Strukturen, Objekte und Ausdrucksformen entstehen können, die unsere Wahrnehmung des Raums verändern. Der Vorschlag entspringt dem Wunsch, den Bürgerinnen und Bürgern eine Art zu vermitteln, Architektur zu betrachten, die sich nicht ausschließlich auf das fertige Objekt stützt, sondern auf den Herstellungsprozess, auf die Pause und auf die Schönheit des Wesentlichen.

In einer Zeit, in der Städte vor Herausforderungen in Bezug auf menschliche Maßstäblichkeit, Nachhaltigkeit oder die kulturelle Bedeutung von Räumen stehen, wird die Wiederentdeckung der aufmerksamen Betrachtung, der Pause und der Verbindung mit dem Wesentlichen zu einer zutiefst zeitgenössischen Geste. Mit diesem Vorschlag möchten wir diese Reflexion für ein breites Publikum öffnen und uns von einem rein technischen Ansatz entfernen, um Architektur stärker in den Bereich des Sinnlichen, des Kulturellen und des Alltäglichen zu rücken.

In diesem Zusammenhang wird Barcelona auch den UIA-Weltkongress der Architekten ausrichten, der vom 28. Juni bis zum 2. Juli 2026 stattfinden wird und Fachleute, Institutionen und führende Stimmen aus dem Bereich der Architektur auf internationaler Ebene zusammenbringen wird. Während dieser Tage wird die Stadt zu einem globalen Forum für Debatten über die Zukunft unserer Städte und über die Rolle der Architektur beim Aufbau nachhaltigerer und lebenswerter Gesellschaften.


Der Kalender fällt außerdem mit der Hundertjahrfeier des Todes von Antoni Gaudí zusammen, einer Schlüsselfigur zum Verständnis der Beziehung zwischen Architektur, Material und Form. Sein Werk, das eng mit der Natur, mit Materialexperimenten und mit handwerklicher Arbeit verbunden ist, ist bis heute eine Inspirationsquelle für diejenigen, die Architektur als einen Prozess verstehen, in dem Denken, Technik und Sensibilität miteinander verflochten sind.